Ernährungsphysiologische Bedeutung
Fleisch spielt eine große Rolle in der menschlichen Ernährung. Es ist ein wichtiger Eiweißträger und besitzt eine hohe Nährstoffdichte(Proteinanteil in der Nahrung: 10-15%). Das Eiweiß (=Protein) regelt in Ihrem Körper viele wichtige Vorgänge: Baustein der Zelle, Bestandteil der Enzyme, Gerüstsubstanz der Haare und Nägel, Aufbaustoff von Sehnen und Knorpeln, Baustein des Blutes. Mindestens ein Drittel des aufgenommenen Eiweißes soll aus tierischer Herkunft sein. 150g Fleisch dürfen Sie zwei bis viermal pro Woche genießen, dazu zählen rohe wie auch verarbeitete Waren. Wird tierisches Eiweiß mit pflanzlichem kombiniert so erhöht sich die biologische Wertigkeit (Die biologische Wertigkeit beschreibt wie viel Prozent des Nahrungseiweißstoffes in körpereigenes Eiweiß umgebaut werden können). Wasserlösliche Vitamine der B-Gruppe, sowie die fettlöslichen Vitamine A und D sind in Fleisch reichlich vorhanden. Fleisch ist vor allem sehr Kalium-, Zink- und Eisenreich. Zum Thema Verdaulichkeit ist wichtig zu erwähnen, dass mageres Fleisch von jungen Tieren in der Regel sehr leicht verdaulich ist und Fleisch außerdem einen sehr hohen Sättigungswert besitzt.
| Mageres Fleisch | Fettes Fleisch | |
|---|---|---|
| Kilokalorien/100 g | 105 kcal | 830 kcal |
| Wasser | 72-76 % | 13-15 % |
| Eiweiß | 19-22 % | 4-6 % |
| Fett | 0,5-4,5 % | 74-81% |
| Kohlenhydrate | 1% | - |
| Bindegewebe | 2-5 % | 2-5 % |
| Vitamine | B1, B2; B6, A, D, K | - |
| Mineralstoffe | Kalium, Calcium, Magnesium, Jod, Phosphor, Eisen | Natrium, Phosphor Kalium |
Volkswirtschaftliche Bedeutung
Der Fleischverbrauch der Österreicher hat in den letzten 50 Jahren sehr stark zugenommen und hat sich um 1990 stabilisiert. Der Pro-Kopf-Verbrauch von Rindfleisch-und Kalbfleisch in Österreich liegt bei ca. 20kg. Mit 140% hat unser Land einen sehr hohen Selbstversorgungsgrad bei Rindfleisch und der Export ist wirtschaftlich gesehen sehr wichtig.






















